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Zusätzliche Infopflicht für Immobilienbranche

Nachricht vom 02.02.2017 - 20:48

Seit heute (1. Februar 2017) sind Firmen, und damit auch solche aus der Immobilienbranche wie Wohnungsunternehmen, Maklerbüros und Baufirmen, verpflichtet, Verbraucher darüber zu informieren, ob sie im Streitfall bei einer außergerichtlichen Schlichtung mitmachen oder nicht. Fehlt diese Information, riskieren Unternehmen Abmahnungen. Hintergrund ist das Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG). Der Hinweis auf die Teilnahme an einer möglichen Schlichtung muss sowohl in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) stehen als auch auf der Homepage. Im Prinzip reiche der Hinweis „wir nehmen teil oder nicht teil“, sagt Broder Bösenberg von SRK Rechtsanwälte, Hannover. Dieser Hinweis ist zusätzlich zu der seit vorigem Jahr geltenden Richtlinie zum Schlichtungsverfahren bei Onlineverträgen zu geben. Ausgenommen von der neuen Vorschrift sind nur Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern. So oder so: Schlichtungsstelle nennen Wenn sich ein Unternehmen am Streitbeilegungsverfahren beteiligen will, muss es die zuständige Schlichtungsstelle einschließlich Adresse und Website nennen (§ 36 Abs. 1, Nr. 2 VSBG). Darüber hinaus verlangt das Gesetz, den Verbraucher im Streitfall schriftlich oder per Mail zu informieren, welche Verbraucherschlichtungsstelle zuständig ist. Gleichzeitig muss die Firma mitteilen, ob sie am Verfahren teilnimmt (§ 37 VSBG). Für die Immobilienbranche fehlen bislang solche Schlichtungsstellen. Deshalb ist im Zweifelsfall die Allgemeine Verbraucherschlichtungsstelle des Zentrums für Schlichtung in Kehl die richtige Adresse. Sie gehört zum Europäischen Verbraucherschutzzentrum. Die Kosten der Schlichtung zahlt das Unternehmen. Fehlen die Schlichtungsinformationen in den AGB und im Internet, müssen Unternehmen Abmahnungen einkalkulieren. Davor warnen Verbraucherschützer und Bundesjustizministerium. „Eine Abmahnwelle droht“, ergänzt Bösenberg. Bau mit neuem Vertragsmuster Das Baugewerbe hat zusammen mit dem Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland seine Mustervertragsformulare an die Vorgabe angepasst. Das Formular steht für verschiedene Gewerke zur Verfügung. Im Bausektor gibt es branchenspezifische Schlichtungsstellen. quelle: http://www.immobilien-zeitung.de/1000040435/zusaetzliche-infopflicht-fuer-immobilienbranche?xing_share=news

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Widerrufsbelehrung für Verbraucher

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Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses. Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns [ Mayer & Dau Immobilien GmbH Am Hogen Hagen 26160 Bad Zwischenahn | Tel.: 0 44 03-30 99, Fax: 0 44 03-93 74 29, info@mayer-dau-immobilien.de] mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
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